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IMPULSLETTER #5
November 2015

Warum ist die Banane krumm?

Warum, warum, ist die Banane krumm? Wer kennt diesen Kurzvers und diese Frage nicht. Und wer kennt die Antwort – ohne zu googeln? Auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einem Kommunikationsseminar, das ich für eine mittelgrosse Organisation durchführte, konnten diese Frage nicht spontan beantworten. Doch darum ging es mir auch nicht, sondern vielmehr darum, die Wirkung und den Unterschied von verschiedenen Fragewörtern in der Kommunikation zu erfahren.

Warum, warum warum… führt in eine Sackgasse

Stellen Sie sich vor, Ihnen gegenüber sitzt eine Arbeitskollegin, ein Freund, Ihr Partner oder sonst eine Person und diese schildert Ihnen ein Anliegen, eine Herausforderung oder ein Problem. Wenn Sie nun stets Fragen, die mit «Warum» beginnen, stellen (z.B. Warum hast Du die Prüfung nicht bestanden? Warum geht es Dir schlecht? Warum hast Du so grosse Probleme?) werden Sie schnell bemerken, dass Ihr Gegenüber zunehmend Interesse und Lust verliert, Ihre Fragen zu beantworten. Er oder sie wird in die Enge, in eine Sackgasse geführt, aus der es schier keine Umkehr mehr gibt.
Oder aus lösungsfokussierter Coachingsicht betrachtet: Mit Warum-Fragen erreichen Sie keine neuen, konstruktiven Lösungen, keine erweiternden Sichtweisen und keine Entwicklung beim Gesprächspartner!

Stellen Sie vermehrt die Wie-Frage!

Wechseln Sie doch mal die Frageart und setzen Sie damit im komplexen Feld der Kommunikation den entscheidenden Unterschied. Beginnen Sie Ihre Frage mit «Wie?», zum Beispiel: Wie könnte für Dich eine optimale Lösung aussehen? Wie wirst Du Dich das nächste Mal auf eine solche Prüfung vorbereiten? Wie hast Du es geschafft, dass Dich diese Probleme nicht total erdrückt haben?

Versuchen Sie es und die positiven Wirkungen lassen sich nicht verhindern! So auch in dem erwähnten Kommunikationsseminar: In einer Zweierübung befragten sich die Teilnehmenden kurz über ein frei gewähltes Anliegen oder Problem nacheinander mit den unterschiedlichen Fragearten. Bei den Warum-Fragen wurde es im Seminarraum schnell ruhig und langweilig. Bei der Wie- oder auch Woraufhin-Frage entstand jedoch eine ganz andere Energie; es wurde viel gelacht und die Lust immer mehr danach zu fragen, wie eine gewünschte Zukunft aussehen könnte, begeisterte die Teilnehmenden. Die Wie-Frage lenkt automatisch unsere Antworten in Richtung Zukunft, Ziel und hin zur Lösung. Probieren Sie es doch einfach mal in einem Gespräch aus und achten Sie dabei auf die Reaktion Ihres Gegenübers.

Und wie ist das nun mit der Banane?

Hier noch kurz die Antwort: Die Banane wächst seitlich aus der Staude heraus. Um sich dem lebensnotwendigen Licht zuzuwenden, muss sie sich nach oben krümmen. Würde sie von vornherein gleichmässig vom Licht beschienen, würde sie gerade wachsen.

Ich wünsche Ihnen einen farbigen und erntereichen Spätherbst.

Herzliche Grüsse
Eugen Staub


«Es ist viel wichtiger Fragen zu stellen,
als auf alles eine Antwort zu haben.»

James Thurber, US-amerikanischer Schriftsteller
und Zeichner


 

ALLGEMEINE HINWEISE

In unregelmässigen Abständen informiere ich mit diesem Impulsletter über nützliche Entdeckungen, spannende Erfahrungen und lösungsfokussierte Inputs.
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